Gestatten: Einer der kreativsten Shooter der letzten Jahre. Bulletstorm ist ruppig, unhöflich, laut und originell, erinnert damit stark an einen gewissen Duke und sieht dabei noch fantastisch aus. Ich habe das neue Spiel der Painkiller-Macher getestet und kann euch sagen, dass die Skillshot-Mechanik, die sich die People Can Fly Studios hier ausgedacht haben, unheimlich viel Spaß macht.
Wieviel Spaß genau erfahrt ihr im Test - eine Video-Review folgt!
Hier geht’s zum Bulletstorm Test auf GIGA.de »









Es wird ja noch im RE thematisiert, aber da ich das Spiel heute erhalten (und durchgespielt) habe, muss ich hier doch kurz sagen, daß ich deinem Urteil nicht ganz zustimme. Bulletstorm ist nicht einer der unterhaltsamsten Shooter der letzten Jahre – es ist einer der unterhaltsamsten Shooter ÜBERHAUPT.
Was ein Spaß, unglaublich. Es sei allerdings angemerkt, daß die Skillshot-Mechanik so ihre geistigen Vorgänger hatte. Sie ist z.B. sehr merklich von Mad World inspiriert (soll ich dir das mal ausleihen?), nur, daß man da eben nicht geschossen hat. Und Mad World wiederum hatte ja auch so seine Einflüsse (ich erwähn immer gerne “Shadow of Rome”, weil das keiner kennt und ich dann wie der voll kompetente Insider rüberkomme). Daher wäre “einer der kreativsten Shooter” nicht meine Wortwahl gewesen – die Mechanik kommt nicht aus dem Nichts, sondern besticht vor allem durch ihre unwahrscheinlich unterhaltsame Umsetzung. Davon abgesehen kennt man die meisten der vorhandenen Spielelemente in dieser oder ähnlicher Form dann doch schon, sie wurden halt neu angeordnet und durch dieses motivierende Belohnungssystem ergänzt. Ich hätte geschrieben “das saulustigste Gemetzel seit der Erfindung des geschnittenen Brots”.
Aber wirklich: Die einzigen Momente, in denen das Spiel nachlässt, sind die, in denen es sich unnötig ernst nimmt. Zum Glück gibt es immer noch genug Passagen, in denen sich das Zock selbst in geradezu kindischer Freude in der eigenen Übertreibung wälzt, dabei jauchzt und frohlockt. Waggleton P. Tallylicker, anyone?
Ich hätte fast noch höher bewertet als du. Ich hatte nicht damit gerechnet, vor Duke nochmal einen so gelungenen Shooter zu erleben, der auf Spaß getrimmt ist. Schade, daß das nicht komplett konsequent durchgezogen wurde – auf die zweieinhalb Fragmente pseudodramatisch seichter Story und tief verletzter Charaktere hätte ich zumindest getrost verzichten können.
Womit ich übrigens nicht vermitteln wollte, das Spiel sei nicht kreativ. Ist es. Es fällt mir nur nicht als erste hervorstechende Eigenschaft ein. Vielleicht auch deshalb, weil die wirklich vorrangig schöpferisch-bahnbrechenden Spiele oftmals Indietitel oder kleinere Spiele sind, denen es an Politur mangelt, und sich bei mir die Vorstellung verankert hat, daß ein großes Popcorn-Zock wie Bulletstorm so etwas wie echte Innovation per se gar nicht leisten kann.
Diese verankerte Annahme ist bei Lichte betrachtet natürlich nicht schlüssig, aber ich bleibe dennoch dabei, daß Bulletstorm nicht revolutionär oder noch-nie-dagewesen ist. Vorrangig ist es IMHO ein knackengeiles FPS, das am ziemlich albernen Ende der “Crazy vs. Realism” Skala landet – und das reicht vollkommen, von dieser Art Shooter gibt es nämlich viel zu wenige.