Tag Archive: kurzfilm


Ich sag es gerade heraus: Ich bin mit dem diesmaligen Item der Woche nicht recht zufrieden.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen stammt es vom äußerst talentierten Freddie Wong, den ich zwar sehr schätze, auf den ich aber in der Vergangenheit schon hingewiesen habe, und ich versuche prinzipiell, Wiederholungen zu vermeiden. Hinzu kommt, daß First Person Mario, obwohl witzig und gut gemacht, bei weitem nicht seine beste Arbeit ist. Es ist genau das, wonach es sich anhört: Mario aus der Egoperspektive, komplett mit aufwendiger frischer Grafik und allem drum und dran.

Warum ich euch die Ohren damit vollsülze? Weil ich euch animieren will, uns IDW-Vorschläge zu schicken, natürlich! Meines Wissens nach gab es diese Woche wirklich nichts cooleres, ich bin mir aber sicher, daß ihr es besser wisst und viele tolle Fundstücke in petto habt. Also immer her damit: leo@geekmythology.de ist die Adresse! Ich könnt auch obszöne Briefe voller Gestöhne hinterlassen, stört mich überhaupt nicht!

PS: Findet jemand das Easter Egg im Video, ohne es auf Youtube nachzuschlagen?

Ja, unser Item der Woche ist eine Person. Wieso, haben wir jemals gesagt, es könnte keine sein?

Nick Murphy ist ein Filmemacher, der sich vor allem auf seltsame Crossover-Trailer zwischen Games und Filmen spezialisiert zu haben scheint. Und wenn ich “seltsam” sage, meine ich “gottverdammt brilliant”. Wo anfangen, wo aufhören…

Habt ihr euch je gefragt, wie God of War aussehen würde, wenn es ein Indie-Film im Stile von Wes Anderson oder Zach Braffs Garden State wäre? Why, look no further!

Oder wie wäre es mit The Legend of Zelda (1987), einer brillianten Verwurstung der Brat Pack Teeniefilme wie Sixteen Candles, The Breakfast Club oder Ferris Buellers Day Off, komplett mit launigem Soundtrack von The Cure? Oder Inglourious Plummers, in dem eine Klempner-Eliteeinheit hinter den Linien der Koopas agiert? Ganz ehrlich, Murphy hat’s drauf. Die meisten seiner Filme hat er für gamervision.com kreiert. Klickt euch durch seinen Kanal, dort findet ihr noch mehr Schmuckstücke – zum Beispiel einen Trailer für Left 4 Dead, wie er Anfang der 90er ausgesehen hätte…

Ihr habt es sicherlich schon gemerkt, es ist sowas wie die inoffizielle LittleBigPlanet 2 Woche hier bei Geek Mythology, weil m’colleague Tom und ich große Fans des quietschvergnügten Platformers mit dem übermächtigen Editor sind. Daher dürfte es kaum verwundern, daß auch unser Item der Woche mit den knuffigen Sackboys zu tun hat.

Aus dem Umfeld des Onlinemagazins The Escapist (den meisten wahrscheinlich bekannt durch Yahtzees Zero Punctuation Reviews) und der Website mit dem großartigen Namen uberfriendship.com kommt ein Video, in dem zwei Sackboys (naja, könnten auch Sackgirls sein) aus Plüsch ca. zwei Minuten lang in einem einzigen Take einen typischen LBP-Parcours absolvieren. Dieser ist mit viel Liebe zum Detail und unzweifelhaft mühevoller Kleinarbeit aus Papier, Pappe, Filz und anderem Handwerksfirlefanz zusammengekleistert worden. Und als würde das noch nicht reichen, wird die Reise der beiden von Hand geführten Knuddelinge von einer A-cappella-Version der LBP Musik unterstrichen. Orsum.

Vielen Dank an unseren unverschämt gut aussehenden Kollegen und Freund David für den Hinweis!

Ok, unser Item der Woche ist aaaaalt (wobei, wir hatten da auch mal diesen Kirby-Trailer…), aber hey, es geht nicht darum, wann die Fundstücke erscheinen – nur darum, wann wir sie entdecken!

Wenn es drei Dinge gibt, die ich mag, dann sind es krasse Kämpfe, gelungene Animationen und Bernhardinerwelpen… und immerhin zwei dieser Elemente finden sich in der großartigen fünfteiligen Animationsreihe Dead Fantasy von Monty Oum. Oum ist ein offensichtlich sehr talentierter Filmemacher, der zum Beispiel auch an Red vs. Blue gearbeitet hat, in Sachen 3D-Animation ist er zudem völliger Autodidakt.

Nicht, daß man es merken würde: Dead Fantasy, der Name deutet es an, ist eine Reihe von CGI Kampfmontagen, in denen sich die Charaktere von Final Fantasy und Dead or Alive gegenseitig in wundervoll hanebüchenen Choreographien kloppen, später stoßen Figuren aus Kingdom Hearts und Ninja Gaiden als logische Erweiterung hinzu. Langfristig glaubt man zudem fast, eine Story zu erkennen, aber das kann täuschen. Jedenfalls sind die Animationen sehr gelungen und in Anbetracht dessen, daß es sich hier nicht, wie so oft, um Machinima handelt, sondern alles von Grund auf neu animiert wurde, ist es wirklich eine Schande, dass es nur fünf Folgen gibt. Diese seien euch dafür umso mehr ans Herz gelegt.

Ebenfalls von Oum stammt eine Crossover-Reihe zwischen Halo und Metroid, die eigenartigerweise Haloid heißt. Sowohl sie als auch die restlichen Folgen von Dead Fantasy findet ihr auf Oums Kanal.