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Unser diesmaliges Item der Woche wurde eingesandt von Vanilla Thunder! Awesome!

Kürzlich stolperte ich im Netz über eine Attrappe eines Geschützturmes aus Portal und dachte so bei mir: “Welch verschenkte Gelegenheit! Wenn man schon so einen Turret baut, dann müsste der auch sprechen können!”. Glücklicherweise ist das Internet, Quell unendlicher Weisheit und Reife, nicht verlegen um super-nerdige Bauprojekte. Der süße Turm hier spricht nicht nur, er kann sogar singen! Und hat Bewegungssensoren, ganz wie seine Vorlage! Huge success!

Ähm, darauf, eine tatsächlich funktionierende GLaDOS zu bauen, würde ich dann aber doch verzichten. Man weiß ja nie.

Wir braten uns ein Ei…tem der Woche. (Vielen Dank an David für die Inspiration zu diesem GROßARTIGEN Wortspiel!)

Ihr werdet euch sicher denken “Man, der Leo ist ja mal wieder äußerst spät auf der Party erschienen.”, aber ich kann auch nichts dafür, daß ich die coolen Sachen immer erst neun Monate zu spät entdecke! Diesmal handelt es sich um Modern War Gear Solid, eine Reihe von Live Action Crossover Filmen, die Metal Gear Solid 4 und Call of Duty: Modern Warfare 2 gehörig auf die Schippe nehmen. In mittlerweile fünf Teilen machen sich Old Snake und Ghost daran, die neue Geheimwaffe Modern Gear zu zerstören. Dabei werden ordentlich Militär- und Spionageklischees verballhornt und gewisse Konzerne aus der Spieleindustrie scharf beschossen. Die Independent-Film-Macher Beat Down Boogie stecken hinter der Persiflage.

Gut, die schauspielerische Leistung ist selbst für Parodieverhältnisse leicht sub-par und nicht jeder Gag zündet, aber nach dem uramerikanischen Verfassungs-Muhen am Anfang lassen sich für Fans beider Reihen viele Schmunzler erfahren. Beachtlich ist der Produktionsaufwand: Requisiten, Kostüme, Special Effects und Drehorte sind unheimlich gut gemacht und nah am Flair der Originale gehalten. Plus: epischer Schnauzbart, wahrscheinlich aus einem alten Handfeger gebastelt. Was will man mehr?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und obwohl es bereits Donnerstag ist, kommt hier euer Item der Woche. Warum wir es diesmal einen Tag später bringen? Weil WIR ES KÖNNEN! Es kommt aber nicht wieder vor.

Let’s Plays sind nach wie vor schwer en vogue; jemand zockt ein Spiel und kommentiert dabei sein Gameplay. Mal gescriptet, mal improvisiert, mal blind und mal mit Vorkenntnis, bald alleine, bald zu zweit. (In letztere Gruppe fällt zum Beispiel das von Tom und mir bestrittene Kane & Lynch 2 LP. Kennt ihr noch nicht? Dann zieht’s euch rein!). Das Netz ist geradezu überflutet mit den Teilen. Viele LPs sind richtig unterhaltsam, manche auch sehr originell. Freeman’s Mind ist beides.

Gordon Freeman kriegt in Half Life seit jeher seine Klappe nicht auf, was aber wäre, wenn wir seine Gedanken hören könnten? Ross Scott ist der Schöpfer und Sprecher der mittlerweile 30teiligen (und schon 3 Jahre währenden) Reihe, in der wir Gordons Abenteuern folgen. Wie wir feststellen müssen, ist der ewig stumme Dr. Freeman recht exzentrisch, neurotisch, doch irgendwie erinnern seine Reaktionen auch an einen Normalbürger, der sich in einer verrückten Situation wiederfindet. Ob er Panik schiebt, weil er zu spät zur Arbeit kommt und mit seiner Entlassung rechnet, die Inkompetenz seiner Kollegen kopfschüttelnd verachtet oder sich schon fast kindlich über ein gewisses Brecheisen freut (“Now I can beat the snot out of people!”), Freeman’s Mind liefert das volle Programm an witzigen Situationen und Reaktionen. Es sei euch hiermit wärmstens empfohlen, ihr könnt euch die Serie auf Youtube oder auf der offiziellen Seite angucken.

Wir sind ja große Fans von Projekten, bei denen absurde Spielkonzepte im wahren Leben umgesetzt werden. Je absurder das Konzept und je besser die Umsetzung, desto fabulöser. Und unser diesmaliges Item der Woche macht uns mal wieder klar, warum Videospiele so etwas tolles sind und warum man manche Abgefahrenheit besser im jeweiligen Zock ließe.

Es ist in japanischen Rollenspielen ja ganz gerne so, daß eine Waffe umso besser wird, je unpraktischer und umständlicher sie sich handhaben lässt. Obgleich das in den letzten Jahren schon einige Ausmaße angenommen hat (wir gucken in eure Richtung, Vanille und Wakka), war einer der Pioniere der Final Fantasy Reihe in dieser Hinsicht FFVIIs Protagonist Cloud Strife mit seinem berühmten Buster Sword; einem regelrechten Zanbatou-Schwert, größer als der arme Kämpfer selbst und etwa dreimal so awesome.

Wie ulkig würde es wohl aussehen, wenn jemand ein vollständig funktionables Buster Sword im Originalmaßstab bauen/schmieden würde und dann versuchte, damit einfachste Übungen zu vollführen, etwa ein wenig Holz zu zerhacken? In etwa so ulkig (Und ja, es ist verkäuflich. Fangt an zu sparen, ihr geeks.):