Mirror’s Edge (PC) ist günstig, nur noch knapp 20€ kostet das Ego Jump & Run von Battlefield Entwickler DICE – da hab ich jetzt auch zugeschlagen. Mit Sam & Max Season 2 bin ich nämlich inzwischen durch (die Season ist super, Adventure Fans sollten zuschlagen!) und die Motivation in WoW geht so langsam auch wieder flöten. Da kam mir das Angebot gerade recht.
Die Demo von Mirror’s Edge hatte mich damals positiv überrascht, aber aufgrund der extrem kurzen Spielzeit und anderer Titel die zu der Zeit erschienen habe ich es mir erst jetzt zum Budget-Preis geholt. Und tatsächlich: Nach nicht einmal 5 Stunden scrollten die Credits über’n Bildschirm. 5 Stunden puren Adrenalinrauschs – Mirror’s Edge erzeugt durch die Ego-Perspektive, die waghalsigen Manöver und die fantastische Soundkulisse eine packende Atmosphäre. Da man ständig verfolgt wird, hat man stets die Gefahr im Nacken und muss schnell den richtigen Weg zum Ziel finden. Sollte es eng werden, kann man die Gegner auch entwaffnen und anschließend im Feuergefecht ausschalten. An einigen Stellen muss man sogar die Gegner konfrontieren – leider! Mir wäre es wesentlich lieber gewesen, wenn man immer die Möglichkeit gehabt hätte, die Feinde auszu- manövrieren. Zumal die Shooter-Passagen nicht wirklich gelungen sind. Aber auch beim Parcour ist nicht alles perfekt – oft ist der Weg nicht wirklich klar und Faith springt gern mal ins Leere, statt an den rettenden Vorsprung. Bevorzugt, wenn sie an Rohren klettert (vielleicht geht das aber auch nur mir so….). Worauf läuft das hinaus? Viel Trial & Error und ein wenig Frust.
Die Story rund um die Runner und die finsteren Organisationen der Stadt ist okay, fesselt aber nicht wirklich. Sämtlichen Charakteren fehlt die Tiefe und generell bleibt die Geschichte eher flach. Die Präsentation von Mirror’s Edge ist dafür fast durchgehend gelungen. Mir gefällt der simple Grafikstil, lediglich die Comic Sequenzen sind nicht nach meinen Geschmack. Umso besser sind dafür Musik und Soundkulisse! Insgesamt ist Mirror’s Edge eine gute, wenn auch kurze Neugründung eines Subgenres, das hoffentlich fort- gesetzt wird. Für einen Nachfolger wünsche ich mir dann eine spannendere Story, weniger Kampf und mehr vom gelungenen Parcour – schließlich hat Rennen in einem Videospiel noch nie zuvor so viel Spaß gemacht wie in Mirror’s Edge.
